Die wichtigste Frage zur Hochzeit der eigenen Tochter oder des eigenen Sohnes
ist natürlich, was man an diesen Tage trägt. Bevor jedoch diese schwierige
Aufgabe gelöst wird, stehen noch einige Pflichten bei den
Hochzeitsvorbereitungen auf dem Programm einer jeden Mutter.
Die Mutter der Braut
- Helfen Sie bei der Auswahl der Örtlichkeiten für die Trauung, den Empfang
und die Party.
- Suchen Sie gegebenenfalls günstige Cateringunternehmen aus und geben Sie
diese Empfehlungen weiter.
- Helfen Sie Ihrer Tochter bei der Auswahl des Hochzeitskleides und der
Kleidung für die Flitterwochen.
- Stellen Sie die Gästeliste Ihrer Familie, Ihrer Verwandten und Freunde
zusammen.
- Sprechen Sie die Gästeliste mit der Familie Ihres künftigen
Schwiegersohnes ab, um die Anzahl der Gäste eventuell zu begrenzen.
- Suchen Sie ein paar schöne alte Hochzeitsbräuche aus und machen sie Ihre
Tochter darauf aufmerksam.
- Setzen Sie sich während der kirchlichen Trauung in die erste Reihe und
verlassen Sie nach der Hochzeit hinter dem Brautpaar als erste die Kirche.
- Stellen Sie sich in die Empfangsreihe direkt neben Ihre Tochter.
- Traditionell amtieren Sie als Empfangsdame; leiten Sie die Gäste
unauffällig an dem Hochzeitspaar vorbei.
- Tanzen Sie mit dem Vater der Braut während der ersten offiziellen
Tanzsequenz.
Die Mutter des Bräutigams
- Laden Sie Ihre künftige Schwiegertochter zu einem festlichen Abendessen
ein, um sie offiziell in Ihre Familie aufzunehmen.
- Helfen Sie gegebenenfalls bei der Auswahl der Orte, an denen der Empfang
und die Party stattfinden sollen.
- Stellen Sie die Gästeliste Ihrer Familie, Ihrer Verwandten und Freunde
zusammen und koordinieren sie mit der Familie der Braut.
- Besuchen Sie mit der Brautmutter Ihre künftige Schwiegertochter, um sich
das Hochzeitskleid anzusehen.
- Stehen Sie zusammen mit Braut und Bräutigam während des Empfangs in der
ersten Reihe.
- Tanzen Sie mit dem Bräutigam während der ersten offiziellen Tanzsequenz.
Die Brautmutter und die Mutter des Bräutigams sollten darauf achten, dass sie
bei der Hochzeit nicht die gleiche Farbe tragen. Bei traditionellen Hochzeiten
ist es üblich, dass die Brautmutter ihr Kleid zuerst kauft und dann die Mutter
des Bräutigams über die Farbe, die Länge und den Stil des Kleides informiert.
Überlegen Sie, ob diese Regel für Sie praktikabel ist, vieles kann dagegen
sprechen. Die eine hat eine schlanke, die andere eine füllige Figur, die eine
ist eher ein sportlicher, die andere ein eleganter Typ. Eventuell bestehen große
Altersunterschiede, oder der Inhalt des Geldbeutels lässt eine allzu freie Wahl
nicht zu. Koordinieren Sie den Kauf dieses wichtigen Kleides so, dass beide
Mütter harmonisch nebeneinander wirken.
Tipps für den Einkauf
- Egal, ob Sie die Brautmutter oder die Mutter des Bräutigams sind, bedenken
Sie, dass an diesem herausragenden Tag alle Augen auch auf Sie gerichtet sein
werden. Spätestens bei den Hochzeitsfotos können Sie sich nicht mehr
verstecken. Ihr Aussehen ist wichtig!
- Sprechen Sie vor dem Kleiderkauf mit der Braut. Sie wird Ihnen ihre
Vorstellungen mitteilen - romantisch, sachlich-streng oder Themenhochzeit -
beachten Sie diese Vorstellungen. Die Braut ist die Chefin und bestimmt die
Richtung.
- Kaufen Sie Ihr Kleid so schnell wie möglich - später bricht die
Organisation der Hochzeitsvorbereitungen über Sie herein. Sobald die Braut ihr
Kleid mit allen Accessoires ausgesucht hat, sollten Sie sich auf den Weg
machen.
- Wenn Ihnen eine allzu strikte Vorgabe der Braut nicht zusagt (Farbe, Stil,
Länge), dann versuchen Sie, einen Kompromiss zu finden. Die Hochzeit ist zwar
der Tag der Braut, aber Sie dürfen sich wohlfühlen.
Zwei riskante Farben
Riskant sind die Farben weiß und schwarz. Weiß ist der Braut vorbehalten,
ebenso wie creme und elfenbeinfarben. Tragen Sie diese Farben, dann wirkt es so,
als wollten Sie der Braut Konkurrenz machen. Schwarz ist traditionell die Farbe
der Trauer und des Verlustes - nicht passend für einen Freudentag wie eine
Hochzeit. Wer dezente Farben trägt, macht garantiert nichts falsch.